Widerstehen

Widerstehen

Was wir vom Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 lernen können

Der Widerstand des 20. Juli 1944 war in Deutschland stets umstritten. Für Verrat, ganz gleich aus welchen Motiven, gab es im „mental furniture“ der Nachkriegsgesellschaft keinen Platz. Den hohen Ansprüchen der gerade mühsam zu Demokraten konvertierten Deutschen genügten die Männer und Frauen des Widerstands nur selten. Während der Staatssozialismus der DDR ausschließlich den linken Widerstand für wertvoll erklärte, sangen Politiker im westlichen Teil Deutschlands zwar alljährlich das hohe Lied auf den Widerstand – aber so leise, dass es niemanden aufschreckte. Allzu gerne wollte sich die Mehrheit der Deutschen in Ost und West nicht daran erinnern lassen, dass es Menschen gab, die ihrem Gewissen folgten und das Äußerste wagten.
Heute interessiert sich kaum jemand für den 20. Juli. Wenn aber doch die Rede von Stauffenberg, Leber oder den Bonhoeffers ist, dann scheinen die alten Denkmuster durch: zu spät, zu autoritär und neuerdings taucht auch wieder der Verratsvorwurf auf. 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat spürt Tobias Korenke in seinem Essay der Aktualität des Widerstands nach. Er zeigt, dass vielleicht nicht alle Köpfe des 20. Juli lupenreine Demokraten waren, aber alle Tugenden verkörpern, ohne die eine Demokratie nicht funktioniert: Mut, Engagement für die Gemeinschaft, Einsatz für Verfolgte, die Überzeugung, dass der Einzelne für das Ganze Verantwortung trägt und das Bewusstsein, dass es Wichtigeres gibt, als das Retten der eigenen Haut. Mehr denn je lohnt es sich über den Widerstand nachzudenken.

12,95 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Noch nicht veröffentlicht, jetzt vorbestellen.

Veröffentlicht: 01.07.2019
Seitenzahl: 100
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-8375-2077-4
  • 22077

Klartext

Klartext
Der Widerstand des 20. Juli 1944 war in Deutschland stets umstritten. Für Verrat, ganz... mehr
Produktinformationen "Widerstehen"

Der Widerstand des 20. Juli 1944 war in Deutschland stets umstritten. Für Verrat, ganz gleich aus welchen Motiven, gab es im „mental furniture“ der Nachkriegsgesellschaft keinen Platz. Den hohen Ansprüchen der gerade mühsam zu Demokraten konvertierten Deutschen genügten die Männer und Frauen des Widerstands nur selten. Während der Staatssozialismus der DDR ausschließlich den linken Widerstand für wertvoll erklärte, sangen Politiker im westlichen Teil Deutschlands zwar alljährlich das hohe Lied auf den Widerstand – aber so leise, dass es niemanden aufschreckte. Allzu gerne wollte sich die Mehrheit der Deutschen in Ost und West nicht daran erinnern lassen, dass es Menschen gab, die ihrem Gewissen folgten und das Äußerste wagten.
Heute interessiert sich kaum jemand für den 20. Juli. Wenn aber doch die Rede von Stauffenberg, Leber oder den Bonhoeffers ist, dann scheinen die alten Denkmuster durch: zu spät, zu autoritär und neuerdings taucht auch wieder der Verratsvorwurf auf. 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat spürt Tobias Korenke in seinem Essay der Aktualität des Widerstands nach. Er zeigt, dass vielleicht nicht alle Köpfe des 20. Juli lupenreine Demokraten waren, aber alle Tugenden verkörpern, ohne die eine Demokratie nicht funktioniert: Mut, Engagement für die Gemeinschaft, Einsatz für Verfolgte, die Überzeugung, dass der Einzelne für das Ganze Verantwortung trägt und das Bewusstsein, dass es Wichtigeres gibt, als das Retten der eigenen Haut. Mehr denn je lohnt es sich über den Widerstand nachzudenken.

Weiterführende Links zu "Widerstehen"
TEEST
Artikeltags zu "Widerstehen"
Massengüter Massengüter
19,95 € *
"L'Art Sacre" "L'Art Sacre"
39,95 € *
Normandie 1944 Normandie 1944
16,95 € *
U-Boote U-Boote
24,95 € *
Evian 1938 Evian 1938
18,95 € *
Stolpersteine Stolpersteine
39,95 € *
Zuletzt angesehen