Von großen Brüdern und falschen Freunden

Visuelle Kalte-Kriegs-Diskurse in deutschen Nachkriegsillustrierten

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schien die Zukunft Deutschlands zunächst weitgehend offen. Doch innerhalb von nur vier Jahren entwickelte sich die Situation hin zur Gründung der beiden deutschen Staaten. Gleichzeitig begann zwischen den USA und der UdSSR ein Konflikt, der als „Kalter Krieg“ das (welt-)politische Geschehen für Jahrzehnte prägen sollte. Silke Betschers Buch nimmt die Interimszeit zwischen Kriegsende und Staatengründung in den Blick und geht der Frage nach, wie in ost- und westdeutschen Illustrierten mit Hilfe von Fotografien und Landkarten neue Freund- und Feindbilder etabliert wurden, die zugleich an bestehende mentale Dispositionen und Vorstellungen anknüpften.
Eine visuelle Diskursanalyse ermöglicht es, einzelne Bilder nicht nur in ihrem Textumfeld zu betrachten, sondern dem Feld des Visuellen als einem eigenen Bereich gerecht zu werden. Anhand unterschiedlicher Motivgruppen werden visuelle Verdichtungen herausgearbeitet und es wird deutlich, wie die „reaktive Mechanik“ des Kalten Krieges in die Alltagskultur einsickerte.

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Veröffentlicht: 13.11.2013
Seitenzahl: 420
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-8375-0736-2
  • 20736

Silke Betscher

Dr. Silke Betscher, Jahrgang 1971, arbeitete viele Jahre freiberuflich als Filmschaffende und Cutterin für diverse Rundfunkanstalten und Filmproduktionen. Sie studierte an der Universität Bremen Kulturwissenschaften und Geschichte. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit über Normalisierungsprozesse im Umfeld von NS-Lagern in Bremen-Nord brachte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die Ausstellung „Denkort Bunker Valentin“ ein. Silke Betscher wurde 2010 an der University of Liverpool p

Silke Betscher
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schien die Zukunft Deutschlands zunächst weitgehend... mehr
Produktinformationen "Von großen Brüdern und falschen Freunden"

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges schien die Zukunft Deutschlands zunächst weitgehend offen. Doch innerhalb von nur vier Jahren entwickelte sich die Situation hin zur Gründung der beiden deutschen Staaten. Gleichzeitig begann zwischen den USA und der UdSSR ein Konflikt, der als „Kalter Krieg“ das (welt-)politische Geschehen für Jahrzehnte prägen sollte. Silke Betschers Buch nimmt die Interimszeit zwischen Kriegsende und Staatengründung in den Blick und geht der Frage nach, wie in ost- und westdeutschen Illustrierten mit Hilfe von Fotografien und Landkarten neue Freund- und Feindbilder etabliert wurden, die zugleich an bestehende mentale Dispositionen und Vorstellungen anknüpften.
Eine visuelle Diskursanalyse ermöglicht es, einzelne Bilder nicht nur in ihrem Textumfeld zu betrachten, sondern dem Feld des Visuellen als einem eigenen Bereich gerecht zu werden. Anhand unterschiedlicher Motivgruppen werden visuelle Verdichtungen herausgearbeitet und es wird deutlich, wie die „reaktive Mechanik“ des Kalten Krieges in die Alltagskultur einsickerte.

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