Klaus Weinhauer

Strafen und Heilen

Geschichte als Jugendgeschichte

Die sich nach 1945 etablierende Wohlstandsgesellschaft hat auf vielfältige Weise das Verhalten von Jugendlichen beeinflusst und verändert. Lebensformen, Verhaltensweisen, Jugendkulturen und Lebensentwürfe wurden, verglichen mit vorangegangenen Epochen, pluralisiert, liberalisiert und differenziert. Die zahlreichen neuen Wahlmöglichkeiten und Lebenschancen sind auch mit Risiken verbunden. Dazu zählt vor allem die sich seit Kriegsende steigernde Kriminalität Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Ursachen dafür sind umstritten. Der Band beleuchtet kritisch wichtige Bereiche des Zusammenhangs von Jugend, Kriminalität und Konsum vor allem mit Blick auf die formative Phase der bundesdeutschen Wohlstandsgesellschaft von der Mitte der 1950er bis zu den 1980er Jahren. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Wohlstandsgesellschaft und der Jugenddeliquenz als Begleiterscheinung der höheren Freiheitspotentiale, aber auch den gestiegenen Möglichkeiten der Kontrolle und Überwachung der Jugendlichen. Ist die höhere Jugenddeliquenz mithin durch den Konsum verursacht, oder verweist diese lediglich auf die Möglichkeit, in einer Wohlstandsgesellschaft wahrscheinlicher als in vorangegangenen Formationen deliquent zu werden? Ist die gestiegene Jugenddeliquenz auf die gestiegene Verrechtlichung der Sozialbeziehungen zurückzuführen?

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Veröffentlicht: 18.12.2006
Seitenzahl: 177
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-89861-637-9
  • 01637

Detlef Briesen

Detlef Briesen
Die sich nach 1945 etablierende Wohlstandsgesellschaft hat auf vielfältige Weise das... mehr
Produktinformationen "Strafen und Heilen"

Die sich nach 1945 etablierende Wohlstandsgesellschaft hat auf vielfältige Weise das Verhalten von Jugendlichen beeinflusst und verändert. Lebensformen, Verhaltensweisen, Jugendkulturen und Lebensentwürfe wurden, verglichen mit vorangegangenen Epochen, pluralisiert, liberalisiert und differenziert. Die zahlreichen neuen Wahlmöglichkeiten und Lebenschancen sind auch mit Risiken verbunden. Dazu zählt vor allem die sich seit Kriegsende steigernde Kriminalität Jugendlicher und junger Erwachsener. Die Ursachen dafür sind umstritten. Der Band beleuchtet kritisch wichtige Bereiche des Zusammenhangs von Jugend, Kriminalität und Konsum vor allem mit Blick auf die formative Phase der bundesdeutschen Wohlstandsgesellschaft von der Mitte der 1950er bis zu den 1980er Jahren. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Wohlstandsgesellschaft und der Jugenddeliquenz als Begleiterscheinung der höheren Freiheitspotentiale, aber auch den gestiegenen Möglichkeiten der Kontrolle und Überwachung der Jugendlichen. Ist die höhere Jugenddeliquenz mithin durch den Konsum verursacht, oder verweist diese lediglich auf die Möglichkeit, in einer Wohlstandsgesellschaft wahrscheinlicher als in vorangegangenen Formationen deliquent zu werden? Ist die gestiegene Jugenddeliquenz auf die gestiegene Verrechtlichung der Sozialbeziehungen zurückzuführen?

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