Anne Overbeck

Eiskalte Leidenschaft

Italienische Eismacher im Ruhrgebiet

Die Geschichte der italienischen Eismacher in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits seit den 1860er Jahren zogen die ersten Eismacher aus der Region um Belluno mit ihren Verkaufskarren durch die Straßen Wiens und verkauften ihr handwerklich hergestelltes Speiseeis. Bis zur Jahrhundertwende breiteten sie sich nach Österreich, Ungarn, Polen, Deutschland und bis in die Niederlande aus. Um 1900 erreichten sie das Ruhrgebiet. Hier waren bereits zahlreiche Italiener im Straßenbau, Tunnelbau und Bergbau tätig. Die italienischen Eismacher trafen in den neu entstandenen Industriestädten auf zahlreiche Kundschaft, die die italienischen Eisspezialitäten zu schätzen wussten. Das Geschäft der Eismacher ist traditionelle Saisonarbeit. Jedes Jahr zieht es die Eismacher und Eismacherinnen im Herbst zurück in ihre italienische Heimat in den Dolomiten, wo sie mit ihren Familien den Winter verbringen. Im Frühjahr kehren sie wieder in den Norden zurück. Mit dem deutschen Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren erlebte das italienische Eishandwerk in Deutschland eine einmalige Blüte. Überall im Ruhrgebiet entstanden Eiscafés, die mit ihrer modernen Ausstattung, mit typischem italienischen Design und hochwertigen Eisspezialitäten ein Stück italienisches Lebensgefühl vermittelten. Die Ausstellung und der Katalog zeigen die wechselhafte Geschichte der italienischen Eismacher in Deutschland. Wechselhaft in Bezug auf die historischen Gegebenheiten und wechselhaft in Bezug auf die zwei Lebensmittelpunkte der Eismacher in Deutschland und in Italien. aus dem Grußwort von Oscar de Bona, Assessore alle Politiche dei Flussi Migratori

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Veröffentlicht: 19.06.2009
Seitenzahl: 146
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. farb. Abb.
ISBN: 978-3-8375-0091-2
  • 20091

Dietmar Osses

Dietmar Osses
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Produktinformationen "Eiskalte Leidenschaft"

Die Geschichte der italienischen Eismacher in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits seit den 1860er Jahren zogen die ersten Eismacher aus der Region um Belluno mit ihren Verkaufskarren durch die Straßen Wiens und verkauften ihr handwerklich hergestelltes Speiseeis. Bis zur Jahrhundertwende breiteten sie sich nach Österreich, Ungarn, Polen, Deutschland und bis in die Niederlande aus. Um 1900 erreichten sie das Ruhrgebiet. Hier waren bereits zahlreiche Italiener im Straßenbau, Tunnelbau und Bergbau tätig. Die italienischen Eismacher trafen in den neu entstandenen Industriestädten auf zahlreiche Kundschaft, die die italienischen Eisspezialitäten zu schätzen wussten. Das Geschäft der Eismacher ist traditionelle Saisonarbeit. Jedes Jahr zieht es die Eismacher und Eismacherinnen im Herbst zurück in ihre italienische Heimat in den Dolomiten, wo sie mit ihren Familien den Winter verbringen. Im Frühjahr kehren sie wieder in den Norden zurück. Mit dem deutschen Wirtschaftswunder in den 1950er Jahren erlebte das italienische Eishandwerk in Deutschland eine einmalige Blüte. Überall im Ruhrgebiet entstanden Eiscafés, die mit ihrer modernen Ausstattung, mit typischem italienischen Design und hochwertigen Eisspezialitäten ein Stück italienisches Lebensgefühl vermittelten. Die Ausstellung und der Katalog zeigen die wechselhafte Geschichte der italienischen Eismacher in Deutschland. Wechselhaft in Bezug auf die historischen Gegebenheiten und wechselhaft in Bezug auf die zwei Lebensmittelpunkte der Eismacher in Deutschland und in Italien. aus dem Grußwort von Oscar de Bona, Assessore alle Politiche dei Flussi Migratori

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