Verfolgte Nachbarn am Gillbach

Juden in Rommerskirchen

Dem Schicksal von 108 Juden, die in Rommerskirchen und Nettesheim-Butzheim geboren sind oder während der Nazijahre hier gelebt haben, geht dieses Buch nach. Mindestens 66 von ihnen wurden deportiert, die meisten von Köln aus, wo sie zuletzt gewohnt hatten. Fünf überlebten, die anderen 61 wurden ermordet, darunter 12 Kinder und Jugendliche. Die Flucht ins Ausland vor der drohenden Deportation gelang 26 Menschen.
Jahrhundertelang haben jüdische Familien in den Gillbach-Dörfern in einer zwar nie ungefährdeten, aber doch von der Mehrheit getragenen nachbarschaftlichen Gemeinschaft gelebt. Über Generationen hinweg hatte die fast ausschließlich katholisch geprägte Bevölkerung sich geübt im Umgang mit Menschen jüdischer Religion und partiell anderer Lebenspraxis. Das Fremde im Nahen und das Vertraute im Fremden kennen und schätzen zu lernen war eine belebende, ideologische Denkstarre aufbrechende Erfahrung; sie weitete den geistigen Horizont und bereicherte das kulturelle und gesellschaftliche Leben.
Dieses stimulierende Element ist heute verloren. Das Landjudentum in Deutschland und dessen enges Zusammenleben mit der christlichen Bevölkerung wurden von den Nazis ausgelöscht, am Gillbach und anderswo.

16,95 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

Veröffentlicht: 24.05.2016
Seitenzahl: 364
Produkt: Festeinband
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-8375-1550-3
  • 21550

Josef Wißkirchen

Josef Wißkirchen
Dem Schicksal von 108 Juden, die in Rommerskirchen und Nettesheim-Butzheim geboren sind... mehr
Produktinformationen "Verfolgte Nachbarn am Gillbach"

Dem Schicksal von 108 Juden, die in Rommerskirchen und Nettesheim-Butzheim geboren sind oder während der Nazijahre hier gelebt haben, geht dieses Buch nach. Mindestens 66 von ihnen wurden deportiert, die meisten von Köln aus, wo sie zuletzt gewohnt hatten. Fünf überlebten, die anderen 61 wurden ermordet, darunter 12 Kinder und Jugendliche. Die Flucht ins Ausland vor der drohenden Deportation gelang 26 Menschen.
Jahrhundertelang haben jüdische Familien in den Gillbach-Dörfern in einer zwar nie ungefährdeten, aber doch von der Mehrheit getragenen nachbarschaftlichen Gemeinschaft gelebt. Über Generationen hinweg hatte die fast ausschließlich katholisch geprägte Bevölkerung sich geübt im Umgang mit Menschen jüdischer Religion und partiell anderer Lebenspraxis. Das Fremde im Nahen und das Vertraute im Fremden kennen und schätzen zu lernen war eine belebende, ideologische Denkstarre aufbrechende Erfahrung; sie weitete den geistigen Horizont und bereicherte das kulturelle und gesellschaftliche Leben.
Dieses stimulierende Element ist heute verloren. Das Landjudentum in Deutschland und dessen enges Zusammenleben mit der christlichen Bevölkerung wurden von den Nazis ausgelöscht, am Gillbach und anderswo.

Weiterführende Links zu "Verfolgte Nachbarn am Gillbach"
Zuletzt angesehen