Friede auf Erden

Religöse Semantiken und Konzepte der Friedens im 20. Jahrhundert

Religion in der Politik wird derzeit vornehmlich mit Gewalt, Terror und Krieg assoziiert. Darüber wird übersehen, wie sehr religiöse Sprache und Konzepte auch Friedensdenken und –handeln beeinflussen und beeinflusst haben. Kaum eine europäische Friedensbewegung des 20. Jahrhunderts ist ohne einen Rekurs auf eine religiöse – in der Regel christliche – Semantik oder eine Sakralisierung säkularer Konzepte ausgekommen. Christen begründeten ihr politisches Engagement für einen „Frieden auf Erden“ religiös und prägten über ihre Kreise hinaus das über Frieden Sag- und Denkbare. Aber auch Friedensinitiativen, die sich selbst als säkular verstanden, kamen selten völlig ohne religiöse Begriffe und Symbole aus – sei es, um sprachlich Anschlussfähigkeit herzustellen, sei es, um ihr Anliegen mit einem Letztsinn aufzuladen. Über den genauen Verlauf sowie die Ursachen und Konsequenzen religiöser Diffundierungs- und Sakralisierungsprozesse in Bezug auf Friedensdenken ist bisher jedoch wenig bekannt. Der vorliegende Band bietet erste Einsichten in religiöse Konzeptbildungen und Semantiken des Friedens im „Jahrhundert der Gewalt“. Dies geschieht anhand von Fallstudien zu säkularen und religiösen Friedensinitiativen, päpstlichen Verlautbarungen und ökumenischen Bündnissen, Katholikentagen und protestantischer Theologie sowie kirchlicher und sozialdemokratischer Politik. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, namentlich dem deutschen Kaiserreich, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR, und wird ergänzt durch Arbeiten zu Großbritannien, Spanien und den Niederlanden.


Frieden und Krieg, Beiträge zur Historischen Friedensforschung , Band 12
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Veröffentlicht: 02.03.2009
Seitenzahl: 306
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-8375-0141-4
  • 20141

Helke Stadtland

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Produktinformationen "Friede auf Erden"

Religion in der Politik wird derzeit vornehmlich mit Gewalt, Terror und Krieg assoziiert. Darüber wird übersehen, wie sehr religiöse Sprache und Konzepte auch Friedensdenken und –handeln beeinflussen und beeinflusst haben. Kaum eine europäische Friedensbewegung des 20. Jahrhunderts ist ohne einen Rekurs auf eine religiöse – in der Regel christliche – Semantik oder eine Sakralisierung säkularer Konzepte ausgekommen. Christen begründeten ihr politisches Engagement für einen „Frieden auf Erden“ religiös und prägten über ihre Kreise hinaus das über Frieden Sag- und Denkbare. Aber auch Friedensinitiativen, die sich selbst als säkular verstanden, kamen selten völlig ohne religiöse Begriffe und Symbole aus – sei es, um sprachlich Anschlussfähigkeit herzustellen, sei es, um ihr Anliegen mit einem Letztsinn aufzuladen. Über den genauen Verlauf sowie die Ursachen und Konsequenzen religiöser Diffundierungs- und Sakralisierungsprozesse in Bezug auf Friedensdenken ist bisher jedoch wenig bekannt. Der vorliegende Band bietet erste Einsichten in religiöse Konzeptbildungen und Semantiken des Friedens im „Jahrhundert der Gewalt“. Dies geschieht anhand von Fallstudien zu säkularen und religiösen Friedensinitiativen, päpstlichen Verlautbarungen und ökumenischen Bündnissen, Katholikentagen und protestantischer Theologie sowie kirchlicher und sozialdemokratischer Politik. Der Schwerpunkt liegt auf Deutschland, namentlich dem deutschen Kaiserreich, der Weimarer Republik, der Zeit des Nationalsozialismus, der Bundesrepublik und der DDR, und wird ergänzt durch Arbeiten zu Großbritannien, Spanien und den Niederlanden.


Frieden und Krieg, Beiträge zur Historischen Friedensforschung , Band 12
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