Jenny Krämer

Leben hinter Mauern

Arbeitsalltag und Privatleben hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), die „Stasi“, stand in der DDR für politische Verfolgung und behördliche Willkür. Die Stasi war zugleich die wichtigste Machtstütze der SED. Doch lange blieb im Dunkeln, was das Innenleben des Geheimdienstes bestimmt hat, was sich tagtäglich in seinen streng abgeschirmten Dienststellen und im Privatleben der hauptamtlichen Mitarbeiter abspielte. Bislang unveröffentlichte Dokumente legen dies erstmals offen. Vom feierlichen Aufnahmeritus in der elterlichen Wohnung über operative Maßnahmen gegen Andersdenkende bis hin zu Konflikten zwischen Kollegen und Vorgesetzten am „Arbeitsplatz Staatssicherheit“.
Auch das Familienleben hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter, Freizeitgestaltung, Disziplinarstrafen, Alkoholismus und Sexualität sowie das von der Partei gewünschte „gesellschaftliche Engagement“ kommen hier zur Sprache. Trotz zahlreicher Privilegien haben MfS-Angehörige ihre Arbeit oft als frustrierend erlebt. Viele verrichteten ihren Job nur marionettenhaft und sind bereits vor dem Mauerfall am 9. November 1989 auf Distanz zum SED-Staat gegangen. Eine spannende Zeitreise durch eine bislang nur wenig erforschte Lebenswelt inmitten der DDR-Gesellschaft.

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Veröffentlicht: 26.05.2014
Seitenzahl: 256
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-8375-0959-5
  • 20959

Benedikt Vallendar

Jenny Krämer, M.A., geboren 1974, hat in Bonn und Potsdam Geschichte, Politik und Öffentliches Recht studiert und sich wissenschaftlich mit Phänomenen deutscher Alltagsgeschichte seit der Frühen Neuzeit beschäftigt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.<br>Benedikt Vallendar, Jahrgang 1969, Dr. phil., wuchs im Rheinland auf. Er studierte Romanistik, Jura und Neue Geschichte an der FU Berlin und hat als freier Journalist gearbeitet. Heute lebt Benedikt Vallendar in Braunschweig.

Benedikt Vallendar
Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), die „Stasi“, stand in der DDR für politische... mehr
Produktinformationen "Leben hinter Mauern"

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), die „Stasi“, stand in der DDR für politische Verfolgung und behördliche Willkür. Die Stasi war zugleich die wichtigste Machtstütze der SED. Doch lange blieb im Dunkeln, was das Innenleben des Geheimdienstes bestimmt hat, was sich tagtäglich in seinen streng abgeschirmten Dienststellen und im Privatleben der hauptamtlichen Mitarbeiter abspielte. Bislang unveröffentlichte Dokumente legen dies erstmals offen. Vom feierlichen Aufnahmeritus in der elterlichen Wohnung über operative Maßnahmen gegen Andersdenkende bis hin zu Konflikten zwischen Kollegen und Vorgesetzten am „Arbeitsplatz Staatssicherheit“.
Auch das Familienleben hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter, Freizeitgestaltung, Disziplinarstrafen, Alkoholismus und Sexualität sowie das von der Partei gewünschte „gesellschaftliche Engagement“ kommen hier zur Sprache. Trotz zahlreicher Privilegien haben MfS-Angehörige ihre Arbeit oft als frustrierend erlebt. Viele verrichteten ihren Job nur marionettenhaft und sind bereits vor dem Mauerfall am 9. November 1989 auf Distanz zum SED-Staat gegangen. Eine spannende Zeitreise durch eine bislang nur wenig erforschte Lebenswelt inmitten der DDR-Gesellschaft.

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