Nationalsozialismus im Industriedorf

Die Ortschaft Lintorf im Gau Düsseldorf 1930–1945

Der Band beschreibt den Alltag in der NS-Diktatur am Beispiel der rheinischen Ortschaft Lintorf. Die geschilderten Vorgänge im Industriedorf – zwischen Düsseldorf und Duisburg gelegen – zeigen ebenso deutlich wie exemplarisch die Mechanismen von Herrschaft und Unterdrückung: Farbenfrohe Aufmärsche und Dorffeste wechselten sich ab mit Ausgrenzung und brutaler Gewalt. Politische Gegner, Zwangsarbeiter, Psychiatriepatienten wurden durch die örtlichen Machthaber misshandelt oder in Konzentrationslager verschleppt, engagierte Christen wurden öffentlich diffamiert, während zeitgleich Maifeiern, HJ-Liederabende oder fröhliche Erntedankfeste begangen wurden. Im April 1945 brach dieses doppelbödige System zusammen, und keiner wollte am Ende etwas von den Verbrechen gesehen oder gehört haben.

14,95 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

Veröffentlicht: 03.12.2012
Seitenzahl: 192
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-8375-0852-9
  • 20852

Bastian Fleermann

Bastian Fleermann, Dr. phil., M. A., wurde 1978 in Ratingen geboren und wuchs im Stadtteil Lintorf auf. Er studierte 1999 bis 2004 Geschichte, Rheinische Landeskunde und Volkskunde in Bonn und wurde 2006 promoviert. Seit 2007 arbeitet er in der Mahn- und Gedenkstätte der Landeshauptstadt Düsseldorf, die der Erforschung und Dokumentation der NS-Zeit in Düsseldorf und der Umgebung gewidmet ist; seit 2011 leitet er das Institut. Von ihm sind bisher unter anderem erschienen: "Die Gestapo Düsse

Bastian Fleermann
Der Band beschreibt den Alltag in der NS-Diktatur am Beispiel der rheinischen Ortschaft... mehr
Produktinformationen "Nationalsozialismus im Industriedorf"

Der Band beschreibt den Alltag in der NS-Diktatur am Beispiel der rheinischen Ortschaft Lintorf. Die geschilderten Vorgänge im Industriedorf – zwischen Düsseldorf und Duisburg gelegen – zeigen ebenso deutlich wie exemplarisch die Mechanismen von Herrschaft und Unterdrückung: Farbenfrohe Aufmärsche und Dorffeste wechselten sich ab mit Ausgrenzung und brutaler Gewalt. Politische Gegner, Zwangsarbeiter, Psychiatriepatienten wurden durch die örtlichen Machthaber misshandelt oder in Konzentrationslager verschleppt, engagierte Christen wurden öffentlich diffamiert, während zeitgleich Maifeiern, HJ-Liederabende oder fröhliche Erntedankfeste begangen wurden. Im April 1945 brach dieses doppelbödige System zusammen, und keiner wollte am Ende etwas von den Verbrechen gesehen oder gehört haben.

Weiterführende Links zu "Nationalsozialismus im Industriedorf"
Zuletzt angesehen