Christian Jansen, Irmtrud Wojak

Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse!

Für eine politische Kontextualisierung des Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus erregt auch 65 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers große mediale Aufmerksamkeit. Anstatt umfassend die ermöglichenden Faktoren einer durch Exklusion, Gewalt, Expansion und Völkermord geprägten Gesellschaft zu untersuchen, stehen seit einiger Zeit die Motive, ideologischen Prägungen oder auch die Korruption und persönliche Bereicherung der Täter im Mittelpunkt der Forschung. Zudem setzen manche Autoren die vom Regime propagierte "Volksgemeinschaft" mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit gleich und überzeichnen damit die Regimeloyalität der "Deutschen". Gesellschaftliche Konflikte und auch der politische Widerstand werden dabei leicht übersehen.
Der Band plädiert dagegen für eine quellengestützte Analyse der Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse, die der "kumulativen Radikalisierung" des NS-Regimes zugrunde lagen. Die Forderung nach einer stärker politischen Kontextualisierung des Nationalsozialismus greift wichtige Anregungen und Argumente des bedeutenden Zeithistorikers und einflussreichen Bochumer Hochschullehrers Hans Mommsen auf, dessen strukturgeschichtlicher Denkansatz die Autorinnen und Autoren bei der Entwicklung des eigenen Blicks auf die NS-Diktatur und ihre Verbrechen beeinflusst hat.

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Veröffentlicht: 08.11.10
Seitenzahl: 202
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-8375-0403-3
  • 20403

Manfred Grieger

Manfred Grieger
Der Nationalsozialismus erregt auch 65 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers große mediale... mehr
Produktinformationen "Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse!"

Der Nationalsozialismus erregt auch 65 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers große mediale Aufmerksamkeit. Anstatt umfassend die ermöglichenden Faktoren einer durch Exklusion, Gewalt, Expansion und Völkermord geprägten Gesellschaft zu untersuchen, stehen seit einiger Zeit die Motive, ideologischen Prägungen oder auch die Korruption und persönliche Bereicherung der Täter im Mittelpunkt der Forschung. Zudem setzen manche Autoren die vom Regime propagierte "Volksgemeinschaft" mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit gleich und überzeichnen damit die Regimeloyalität der "Deutschen". Gesellschaftliche Konflikte und auch der politische Widerstand werden dabei leicht übersehen.
Der Band plädiert dagegen für eine quellengestützte Analyse der Interessen, Strukturen und Entscheidungsprozesse, die der "kumulativen Radikalisierung" des NS-Regimes zugrunde lagen. Die Forderung nach einer stärker politischen Kontextualisierung des Nationalsozialismus greift wichtige Anregungen und Argumente des bedeutenden Zeithistorikers und einflussreichen Bochumer Hochschullehrers Hans Mommsen auf, dessen strukturgeschichtlicher Denkansatz die Autorinnen und Autoren bei der Entwicklung des eigenen Blicks auf die NS-Diktatur und ihre Verbrechen beeinflusst hat.

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