‚Arisierung‘ als Geschäftsprinzip?

Die Monopolisierung des deutschen Entzinnungsmarktes zwischen 1933 und 1939 durch die Th. Goldschmidt AG in Essen

Die Th. Goldschmidt AG aus Essen hatte sich bis zum Ersten Weltkrieg zum Weltmarktführer bei der industriellen Entzinnung von Weißblechen entwickelt. Nach dem Kriegsende und den kriegsbedingten Liquidationen ihrer Auslandsdepandancen stürzte das Entzinnungsgeschäft der Th. Goldschmidt AG in eine Krise. Erst nach der Weltwirtschaftskrise und zahlreichen Konkursen nationaler und internationaler Konkurrenten beruhigte sich die Lage ansatzweise. In dieser Situation rückte die Monopolisierung des deutschen Marktes als Konsolidierungsoption für den Essener Konzern in den Bereich des Möglichen. Unter den verbliebenen Konkurrenten waren auch jüdische Unternehmen – mit der Monopolisierung des Marktes wurde die Th. Goldschmidt AG schließlich zum ‚Arisierer’.
Das Buch zeichnet die Entwicklungstendenzen des Entzinnungsgewerbes ab 1880 nach und widmet sich ausführlich der Monopolisierung des deutschen Marktes zwischen 1933 und 1939. Bastian Blachut kommt dank einer sehr guten Quellenlage zu überraschenden Ergebnissen, die den Eindruck der Vielseitigkeit des Komplexes aus jüngeren Forschungsarbeiten untermauern: In ihrem Gesamtbild stellen sich ‚Arisierungen’ in ihrer Motivlage und in ihren Abläufen äußerst disparat dar und erfordern intensive Einzeluntersuchungen, um eine Bewertung der Akteure zu erlauben.
Der Band ist illustriert mit zahlreichen Fotografien, unter anderem von Albert Renger-Patzsch und Kurt Hege.

22,95 € *

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Veröffentlicht: 16.05.12
Seitenzahl: 180
Produkt: Broschur
Illustration: Abb.
ISBN: 978-3-8375-0666-2
  • 20666

Bastian Blachut

Bastian Blachut
Die Th. Goldschmidt AG aus Essen hatte sich bis zum Ersten Weltkrieg zum Weltmarktführer... mehr
Produktinformationen "‚Arisierung‘ als Geschäftsprinzip?"

Die Th. Goldschmidt AG aus Essen hatte sich bis zum Ersten Weltkrieg zum Weltmarktführer bei der industriellen Entzinnung von Weißblechen entwickelt. Nach dem Kriegsende und den kriegsbedingten Liquidationen ihrer Auslandsdepandancen stürzte das Entzinnungsgeschäft der Th. Goldschmidt AG in eine Krise. Erst nach der Weltwirtschaftskrise und zahlreichen Konkursen nationaler und internationaler Konkurrenten beruhigte sich die Lage ansatzweise. In dieser Situation rückte die Monopolisierung des deutschen Marktes als Konsolidierungsoption für den Essener Konzern in den Bereich des Möglichen. Unter den verbliebenen Konkurrenten waren auch jüdische Unternehmen – mit der Monopolisierung des Marktes wurde die Th. Goldschmidt AG schließlich zum ‚Arisierer’.
Das Buch zeichnet die Entwicklungstendenzen des Entzinnungsgewerbes ab 1880 nach und widmet sich ausführlich der Monopolisierung des deutschen Marktes zwischen 1933 und 1939. Bastian Blachut kommt dank einer sehr guten Quellenlage zu überraschenden Ergebnissen, die den Eindruck der Vielseitigkeit des Komplexes aus jüngeren Forschungsarbeiten untermauern: In ihrem Gesamtbild stellen sich ‚Arisierungen’ in ihrer Motivlage und in ihren Abläufen äußerst disparat dar und erfordern intensive Einzeluntersuchungen, um eine Bewertung der Akteure zu erlauben.
Der Band ist illustriert mit zahlreichen Fotografien, unter anderem von Albert Renger-Patzsch und Kurt Hege.

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