Polizistinnen im geteilten Deutschland

Geschlechterdifferenz im staatlichen Gewaltmonopol vom Kriegsende bis in die siebziger Jahre

Brauchen wir eine weibliche Polizei? Diese Frage wurde in Deutschland über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen politischen und sozialen Kontexten immer wieder neu diskutiert. Bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein wurde eine weibliche Polizei als Gegenpol zur männlichen Polizei verstanden. In unterschiedlichen politischen Systemen galten Polizistinnen als Exponentinnen einer „modernen“, „sozialen“, „demokratischen“ oder „antifaschistischen“ Polizei, bis sie im letzten Drittel des Jahrhunderts in West- und Ostdeutschland immer stärker als eine „normale“ Polizei wahrgenommen wurden. Die Historikerin Bettina Blum untersucht die vielfältigen Debatten um Legitimation und Auftrag einer weiblichen Polizei und ihre wechselnden Organisationsformen sowie ihr Bild in der Öffentlichkeit. Was kennzeichnete – in welchem politischen System – eine gute Polizistin und wie sollte sie in der Öffentlichkeit auftreten? Wurden Polizistinnen uniformiert und bewaffnet und wie wurde dies diskutiert?
Das Buch vergleicht die Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR anhand der Beispiele Nordrhein-Westfalen und Sachsen.


Villa ten Hompel, Schriften, Band 11
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Veröffentlicht: 01.10.12
Seitenzahl: 462
Produkt: Festeinband
Illustration: Abb.
ISBN: 978-3-8375-0673-0
  • 20673

Bettina Blum

Bettina Blum studierte Neuere und Neueste Geschichte, Deutsche Philologie und Musikwissenschaft an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. Nach einem Projektaufenthalt in Nicaragua arbeitete sie als freiberufliche Historikerin. 2011 schloss sie ihre Promotion an der WWU Münster zum Thema "Polizistinnen im geteilten Deutschland" ab und arbeitet zur Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Geschichtsort Villa ten Hompel Münster.

Bettina Blum
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Produktinformationen "Polizistinnen im geteilten Deutschland"

Brauchen wir eine weibliche Polizei? Diese Frage wurde in Deutschland über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen politischen und sozialen Kontexten immer wieder neu diskutiert. Bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein wurde eine weibliche Polizei als Gegenpol zur männlichen Polizei verstanden. In unterschiedlichen politischen Systemen galten Polizistinnen als Exponentinnen einer „modernen“, „sozialen“, „demokratischen“ oder „antifaschistischen“ Polizei, bis sie im letzten Drittel des Jahrhunderts in West- und Ostdeutschland immer stärker als eine „normale“ Polizei wahrgenommen wurden. Die Historikerin Bettina Blum untersucht die vielfältigen Debatten um Legitimation und Auftrag einer weiblichen Polizei und ihre wechselnden Organisationsformen sowie ihr Bild in der Öffentlichkeit. Was kennzeichnete – in welchem politischen System – eine gute Polizistin und wie sollte sie in der Öffentlichkeit auftreten? Wurden Polizistinnen uniformiert und bewaffnet und wie wurde dies diskutiert?
Das Buch vergleicht die Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR anhand der Beispiele Nordrhein-Westfalen und Sachsen.


Villa ten Hompel, Schriften, Band 11
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