Werner Milert

Die andere Demokratie

Betriebliche Interessenvertretung in Deutschland, 1848 bis 2008

Betriebsräte, die den Beschäftigten Beratung und Schutz im betrieblichen Alltag bieten, gehören heute zur Normalität des Arbeitslebens in Großbetrieben. Das vorliegende Buch zeichnet die dahin führende Entwicklung der betrieblichen Interessenvertretung über anderthalb Jahrhunderte nach und verdeutlicht, dass die Herausbildung der „anderen Demokratie“ keineswegs selbstverständlich war. Nach betriebsdemokratischen Anstößen in der Revolution von 1848/49 tat sich im Kaiserreich eine tiefe Kluft zwischen dem Status als freier Staatsbürger und geknechteter Arbeitsbürger auf. Erst das Zweckbündnis von Militär und Gewerkschaften im Ersten Weltkrieg führte zu verbindlichen betrieblichen Vertretungsstrukturen, die in das Betriebsrätegesetz von 1920 mündeten. Die fortschrittliche Weimarer Betriebsverfassung wurde im Nationalsozialismus brutal zerstört, doch nach dem Zweiten Weltkrieg erwuchs gerade aus den Betrieben heraus der demokratische Neubeginn. In der Bundesrepublik wurde die betriebliche Mitbestimmung zu einem wichtigen Fundament der industriellen Beziehungen, in der DDR dagegen opferte man die Betriebsräte dem Nacheifern sowjetischer Vorbilder. Nach der Wiedervereinigung blieb die Institution des Betriebsrates zentraler Bestandteil eines „Laboratoriums der Demokratie in der Arbeitswelt“.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen, Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 52
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Veröffentlicht: 30.05.12
Seitenzahl: 712
Produkt: Festeinband
ISBN: 978-3-8375-0742-3
  • 20742

Rudolf Tschirbs

Rudolf Tschirbs
Betriebsräte, die den Beschäftigten Beratung und Schutz im betrieblichen Alltag bieten,... mehr
Produktinformationen "Die andere Demokratie"

Betriebsräte, die den Beschäftigten Beratung und Schutz im betrieblichen Alltag bieten, gehören heute zur Normalität des Arbeitslebens in Großbetrieben. Das vorliegende Buch zeichnet die dahin führende Entwicklung der betrieblichen Interessenvertretung über anderthalb Jahrhunderte nach und verdeutlicht, dass die Herausbildung der „anderen Demokratie“ keineswegs selbstverständlich war. Nach betriebsdemokratischen Anstößen in der Revolution von 1848/49 tat sich im Kaiserreich eine tiefe Kluft zwischen dem Status als freier Staatsbürger und geknechteter Arbeitsbürger auf. Erst das Zweckbündnis von Militär und Gewerkschaften im Ersten Weltkrieg führte zu verbindlichen betrieblichen Vertretungsstrukturen, die in das Betriebsrätegesetz von 1920 mündeten. Die fortschrittliche Weimarer Betriebsverfassung wurde im Nationalsozialismus brutal zerstört, doch nach dem Zweiten Weltkrieg erwuchs gerade aus den Betrieben heraus der demokratische Neubeginn. In der Bundesrepublik wurde die betriebliche Mitbestimmung zu einem wichtigen Fundament der industriellen Beziehungen, in der DDR dagegen opferte man die Betriebsräte dem Nacheifern sowjetischer Vorbilder. Nach der Wiedervereinigung blieb die Institution des Betriebsrates zentraler Bestandteil eines „Laboratoriums der Demokratie in der Arbeitswelt“.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen, Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 52
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