Gewerkschaft, Betrieb und Milieu in der Bekleidungsindustrie

Europäische Einwanderer in Baltimore 1870-1930

Die Hafenstadt Baltimore – zeitweilig das drittgrößte Zentrum der amerikanischen Konfektionsindustrie – war Schauplatz eines der unsichtbaren „Dramen“ der amerikanischen Einwanderungsgeschichte: der Integration jüdischer und katholischer Schneider-Arbeiter aus Süd- und Osteuropa in die amerikanische Gesellschaft. Das Buch beschäftigt sich mit dem tiefgreifenden Wandel des miniaturisierten „Sweatshop“-Gewerbes zur großbetrieblichen Fabrikproduktion auf der Grundlage bisher unzugänglicher unternehmerischer Quellen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich dieser Wandel auf die Solidarisierungschancen und -grenzen einer nach Etnie, Geschlecht und beruflicher Qualifikation hochgradig differenzierten Arbeiterschaft auswirkte. Mit Hilfe gewerkschaftsinterner Korrespondenz, städtischer und kirchengemeindlicher Überlieferung werden die lokale Fachvereinsentwicklung, Betriebs- und Arbeitsmarktstrategien sowie das Milieu der Einwandererviertel nachgezeichnet. Neben Einblicken in den Funktionswandel ethnischer Orientierungen liefert die Untersuchung eindrückliche Belege für die Komplemnatarität klassenmäßiger und ethnischer sozialer Bindungen. Die Fallstudie schließt an einschlägige Branchenstudien zur europäischen Industrialisierungsgeschichte und zum Wandel gewerkschaftlicher Organisationsgrundlagen im Übergang zum 20. Jahrhundert an.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen - Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 28
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Veröffentlicht: 01.03.2004
Seitenzahl: 420
Produkt: Festeinband
ISBN: 978-3-89861-263-0
  • 01263

Eva Pietsch

Eva Pietsch
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Produktinformationen "Gewerkschaft, Betrieb und Milieu in der Bekleidungsindustrie"

Die Hafenstadt Baltimore – zeitweilig das drittgrößte Zentrum der amerikanischen Konfektionsindustrie – war Schauplatz eines der unsichtbaren „Dramen“ der amerikanischen Einwanderungsgeschichte: der Integration jüdischer und katholischer Schneider-Arbeiter aus Süd- und Osteuropa in die amerikanische Gesellschaft. Das Buch beschäftigt sich mit dem tiefgreifenden Wandel des miniaturisierten „Sweatshop“-Gewerbes zur großbetrieblichen Fabrikproduktion auf der Grundlage bisher unzugänglicher unternehmerischer Quellen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich dieser Wandel auf die Solidarisierungschancen und -grenzen einer nach Etnie, Geschlecht und beruflicher Qualifikation hochgradig differenzierten Arbeiterschaft auswirkte. Mit Hilfe gewerkschaftsinterner Korrespondenz, städtischer und kirchengemeindlicher Überlieferung werden die lokale Fachvereinsentwicklung, Betriebs- und Arbeitsmarktstrategien sowie das Milieu der Einwandererviertel nachgezeichnet. Neben Einblicken in den Funktionswandel ethnischer Orientierungen liefert die Untersuchung eindrückliche Belege für die Komplemnatarität klassenmäßiger und ethnischer sozialer Bindungen. Die Fallstudie schließt an einschlägige Branchenstudien zur europäischen Industrialisierungsgeschichte und zum Wandel gewerkschaftlicher Organisationsgrundlagen im Übergang zum 20. Jahrhundert an.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen - Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 28
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