Der Sieche

Alte Menschen und die stationäre Altenhilfe in Deutschland 1924-1961

Verlegt, verwahrt, vergessen – der Ort dieser Abstiegskarriere alter Menschen war über Jahrhunderte das Siechenhaus. Damals wie heute erinnern Pflegeskandale daran, daß sich die Anstalt nicht außerhalb der Gesellschaft befindet, sondern ihr Produkt ist. Hier setzt diese Studie an und entfaltet eine Vielzahl von Handlungsmustern und Altersbildern, die erklären wollen, wie der hochbetagte zum Gegenstand zahlreiche und bisweilen gegenläufiger Strategien der Interessen und der Sorge wurde. Weiterhin geht es hier darum, das Phänomen des Alters, des Siechtums und der Hinfälligkeit zu dekonstruieren und zu historisieren. Eingebettet in die wechselvolle deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und in Gang gehalten von den Akteuren aus Politik und Humanwissenschaften, den Berufsverbänden und Behörden, hielt der Alten- und Siechendiskurs Identitätsangebote und -zwänge bereit, die unter die Haut gingen. Ein körpergeschichtlicher Ansatz mach die Daseinsformen sowie die Chancen und Zumutungen der Moderne in diesem Lebensabschnitt des Menschen deutlich.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen - Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 20
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Veröffentlicht: 01.01.2002
Seitenzahl: 416
Produkt: Festeinband
ISBN: 978-3-89861-004-9
  • 01004

Kenan H. Irmak

Kenan H. Irmak
Verlegt, verwahrt, vergessen – der Ort dieser Abstiegskarriere alter Menschen war über... mehr
Produktinformationen "Der Sieche"

Verlegt, verwahrt, vergessen – der Ort dieser Abstiegskarriere alter Menschen war über Jahrhunderte das Siechenhaus. Damals wie heute erinnern Pflegeskandale daran, daß sich die Anstalt nicht außerhalb der Gesellschaft befindet, sondern ihr Produkt ist. Hier setzt diese Studie an und entfaltet eine Vielzahl von Handlungsmustern und Altersbildern, die erklären wollen, wie der hochbetagte zum Gegenstand zahlreiche und bisweilen gegenläufiger Strategien der Interessen und der Sorge wurde. Weiterhin geht es hier darum, das Phänomen des Alters, des Siechtums und der Hinfälligkeit zu dekonstruieren und zu historisieren. Eingebettet in die wechselvolle deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts und in Gang gehalten von den Akteuren aus Politik und Humanwissenschaften, den Berufsverbänden und Behörden, hielt der Alten- und Siechendiskurs Identitätsangebote und -zwänge bereit, die unter die Haut gingen. Ein körpergeschichtlicher Ansatz mach die Daseinsformen sowie die Chancen und Zumutungen der Moderne in diesem Lebensabschnitt des Menschen deutlich.


Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen - Schriftenreihe A: Darstellungen , Band 20
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