Bertolt Brecht und Hans Tombrock

Eine Künstlerfreundschaft im skandinavischen Exil

Zwei deutsche Künstler – der eine Dichter, der andere Maler – werden durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil gezwungen. Vieles ist über Brechts Werk und Biografie bekannt. Über seine Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit mit Hans Tombrock („mein gefährlicher Freund“) viel zu wenig. In diesem Buch werden zahlreiche bisher unbekannte künstlerische Bilddokumente dieser Zusammenarbeit erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Als Bertolt Brecht vor den Nazis ins Exil nach Skandinavien geflohen war, lernte er 1938 Hans Tombrock in Stockholm kennen. Hans Tombrock war ein Künstler der Künstlergruppe der Bruderschaft der Vagabunden (1927–1933). Den künstlerischen Durchbruch erlebte er durch die Begegnung mit Gregor Gog, dem Herausgeber der ersten Straßenzeitung der Welt, der ihn ermutigte, die Situation auf der Straße zu zeichnen, zu malen und zu radieren. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass er auf einer Kunstausstellung 1929 in Stuttgart von der Presse als „George Grosz der Landstraße“ gefeiert und von vielen Galerien und Museen Deutschlands und ganz Europas angekauft wurde. Tombrock hatte durch die Verbreitung preiswerter Druckgrafik und sozial engagierter Bilder in Schweden großen Erfolg. Brecht schrieb Texte, zu denen Tombrock Bilder malte und beides wurde im Großformat für die Einrichtung von sog. Volkshäusern verwendet. Anschließend begann Tombrock Brechts Drama Galileo Galilei mit über 20 Radierungen zu illustrieren. Die Verbindung zwischen Tombrock und Brecht blieb bis zum Tode Brechts lebendig.


Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur - Reihe 1: Ausstellungskataloge zur Arbeiterkultur , Band 11
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Veröffentlicht: 01.05.2004
Seitenzahl: 160
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-89861-286-9
  • 01286

Rainer Noltenius

Rainer Noltenius
Zwei deutsche Künstler – der eine Dichter, der andere Maler – werden durch die... mehr
Produktinformationen "Bertolt Brecht und Hans Tombrock"

Zwei deutsche Künstler – der eine Dichter, der andere Maler – werden durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten ins Exil gezwungen. Vieles ist über Brechts Werk und Biografie bekannt. Über seine Freundschaft und künstlerische Zusammenarbeit mit Hans Tombrock („mein gefährlicher Freund“) viel zu wenig. In diesem Buch werden zahlreiche bisher unbekannte künstlerische Bilddokumente dieser Zusammenarbeit erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Als Bertolt Brecht vor den Nazis ins Exil nach Skandinavien geflohen war, lernte er 1938 Hans Tombrock in Stockholm kennen. Hans Tombrock war ein Künstler der Künstlergruppe der Bruderschaft der Vagabunden (1927–1933). Den künstlerischen Durchbruch erlebte er durch die Begegnung mit Gregor Gog, dem Herausgeber der ersten Straßenzeitung der Welt, der ihn ermutigte, die Situation auf der Straße zu zeichnen, zu malen und zu radieren. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass er auf einer Kunstausstellung 1929 in Stuttgart von der Presse als „George Grosz der Landstraße“ gefeiert und von vielen Galerien und Museen Deutschlands und ganz Europas angekauft wurde. Tombrock hatte durch die Verbreitung preiswerter Druckgrafik und sozial engagierter Bilder in Schweden großen Erfolg. Brecht schrieb Texte, zu denen Tombrock Bilder malte und beides wurde im Großformat für die Einrichtung von sog. Volkshäusern verwendet. Anschließend begann Tombrock Brechts Drama Galileo Galilei mit über 20 Radierungen zu illustrieren. Die Verbindung zwischen Tombrock und Brecht blieb bis zum Tode Brechts lebendig.


Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für deutsche und ausländische Arbeiterliteratur - Reihe 1: Ausstellungskataloge zur Arbeiterkultur , Band 11
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