Die Siegfried-Figur auf dem Ehrenfriedhof Kaiserberg

Von der Geschichte eines "Streitobjekts" und seiner politischen Instrumentalisierung 1915–1983

Mit der Einweihung des Ehrenfriedhofs auf dem Kaiserberg in Duisburg-Duissern zu Beginn des Ersten Weltkriegs begannen parallel dazu die Überlegungen der Stadt Duisburg, ein Denkmal errichten zu lassen, um an die gefallenen Soldaten zu erinnern. Durch das Engagement von Stadtbaurat Karl Ulrich Pregizer und Oberbürgermeister Karl Jarres wurde nach langen Verhandlungen mit dem Düsseldorfer Künstler Hubert Netzer 1921 schließlich die sogenannte Siegfried-Figur aufgestellt. Schnell entwickelte sich das Denkmal zu einem städtischen Erinnerungsort, der insbesondere am Volkstrauertag von unterschiedlichen Gruppierungen politisch instrumentalisiert wurde. In der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deutschland diente die Siegfried-Figur als »Streitobjekt« für die verschiedenen Deutungen des Soldatentods. Anhand ausgewählter Volkstrauertage lässt der vorliegende Band die vielen beteiligten Akteure zu Wort kommen, betrachtet anhand der Reden, Kranzniederlegungen und Festlieder die Feierpraxis am Denkmal und stellt die teils gegensätzlichen Interpretationen der Figur vor, welche selbst nach hundert Jahren noch polarisieren.


Duisburger Forschungen, Beihefte, Band 17
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Veröffentlicht: 11.12.2018
Seitenzahl: 144
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. teils farb. Abb.
ISBN: 978-3-8375-2016-3
  • 22016

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Jonas Krüning M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Erinnerungskultur zum Ersten Weltkrieg sowie die Stadtgeschichte Duisburgs.

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Produktinformationen "Die Siegfried-Figur auf dem Ehrenfriedhof Kaiserberg"

Mit der Einweihung des Ehrenfriedhofs auf dem Kaiserberg in Duisburg-Duissern zu Beginn des Ersten Weltkriegs begannen parallel dazu die Überlegungen der Stadt Duisburg, ein Denkmal errichten zu lassen, um an die gefallenen Soldaten zu erinnern. Durch das Engagement von Stadtbaurat Karl Ulrich Pregizer und Oberbürgermeister Karl Jarres wurde nach langen Verhandlungen mit dem Düsseldorfer Künstler Hubert Netzer 1921 schließlich die sogenannte Siegfried-Figur aufgestellt. Schnell entwickelte sich das Denkmal zu einem städtischen Erinnerungsort, der insbesondere am Volkstrauertag von unterschiedlichen Gruppierungen politisch instrumentalisiert wurde. In der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik Deutschland diente die Siegfried-Figur als »Streitobjekt« für die verschiedenen Deutungen des Soldatentods. Anhand ausgewählter Volkstrauertage lässt der vorliegende Band die vielen beteiligten Akteure zu Wort kommen, betrachtet anhand der Reden, Kranzniederlegungen und Festlieder die Feierpraxis am Denkmal und stellt die teils gegensätzlichen Interpretationen der Figur vor, welche selbst nach hundert Jahren noch polarisieren.


Duisburger Forschungen, Beihefte, Band 17
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