Innovation durch Normung

Innovation durch Normung

Technische Regelsetzung in der kommunalen Technik

Lässt man sich von der Flut aktueller Artikel aus Fachliteratur und -presse mitreißen, die das Fahnenwort „Innovation“ im Titel führen, so erscheint Innovation als Begriff und Vorstellung der moderne Stein der Weisen zu sein. Innovation und die komplementäre Vorstellung einer vom Wandel dynamisierten Wirtschaft- und Technik nimmt in modernen Gesellschaften westlicher Prägung eine zentrale Stelle ein. Da Innovation als bedeutender Faktor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung interpretiert wird, liegt es nahe, die Parameter zu bestimmen, mit denen sich Innovationsereignisse quasi reproduzieren lassen. Normung als technische Regelsetzung kann eine innovationsfördernde Wirkung zugeschrieben werden. Dabei wurde die technische Normung viele Jahrzehnte von vielen Protagonisten der Technowissenschaften eher als Hemmschuh denn als Katalysator technologischer und produktionstechnischer Weiterentwicklung angesehen. Diese Einschätzung gründete vor allem auf fehlendem Wissen um die elementare Bedeutung von Produktions- und Qualitätsnormen in der Massen- und Serienfertigung, die sich in der zunehmenden globalen Vernetzung der Güterproduktion weiter ausdifferenziert und unbekannte Produktionstiefen erreicht.

Die Kommunale Technik, also die Technik, die im Bereich der Städtereinigung bei der Kanal- und Straßenreinigung sowie der Abfallsammlung zur Anwendung kommt, eignet sich für die Darstellung der Normung als signifikanter Innovationsfaktor in besonderer Art. Vor allem in der geregelten Abfallsammlung kommt dieser Aspekt der Normung von Sammelgefäßen, komplementären Schüttungen und Fahrzeugtechnik zum Tragen, da in den letzten 100 Jahren die logistischen Anforderungen an diesen Teil der Städtereinigung analog zum Ausstoß der Massen- und Serienfertigung sowie dem Anspruch an eine umwelt- und klimafreundlichere Entsorgung bzw. Weiterverwertung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft gestiegen sind.

 

Bochumer Studien zur Technik- und Umweltgeschichte , Band 13

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Veröffentlicht: 25.01.2021
Seitenzahl: 632
Produkt: Broschur
Illustration: Abb.
ISBN: 978-3-8375-2247-1
  • 22247

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Produktinformationen "Innovation durch Normung"

Lässt man sich von der Flut aktueller Artikel aus Fachliteratur und -presse mitreißen, die das Fahnenwort „Innovation“ im Titel führen, so erscheint Innovation als Begriff und Vorstellung der moderne Stein der Weisen zu sein. Innovation und die komplementäre Vorstellung einer vom Wandel dynamisierten Wirtschaft- und Technik nimmt in modernen Gesellschaften westlicher Prägung eine zentrale Stelle ein. Da Innovation als bedeutender Faktor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung interpretiert wird, liegt es nahe, die Parameter zu bestimmen, mit denen sich Innovationsereignisse quasi reproduzieren lassen. Normung als technische Regelsetzung kann eine innovationsfördernde Wirkung zugeschrieben werden. Dabei wurde die technische Normung viele Jahrzehnte von vielen Protagonisten der Technowissenschaften eher als Hemmschuh denn als Katalysator technologischer und produktionstechnischer Weiterentwicklung angesehen. Diese Einschätzung gründete vor allem auf fehlendem Wissen um die elementare Bedeutung von Produktions- und Qualitätsnormen in der Massen- und Serienfertigung, die sich in der zunehmenden globalen Vernetzung der Güterproduktion weiter ausdifferenziert und unbekannte Produktionstiefen erreicht.

Die Kommunale Technik, also die Technik, die im Bereich der Städtereinigung bei der Kanal- und Straßenreinigung sowie der Abfallsammlung zur Anwendung kommt, eignet sich für die Darstellung der Normung als signifikanter Innovationsfaktor in besonderer Art. Vor allem in der geregelten Abfallsammlung kommt dieser Aspekt der Normung von Sammelgefäßen, komplementären Schüttungen und Fahrzeugtechnik zum Tragen, da in den letzten 100 Jahren die logistischen Anforderungen an diesen Teil der Städtereinigung analog zum Ausstoß der Massen- und Serienfertigung sowie dem Anspruch an eine umwelt- und klimafreundlichere Entsorgung bzw. Weiterverwertung im Sinne einer Kreislaufwirtschaft gestiegen sind.

 

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