Wirtschaftsprüfung im Nationalsozialismus

Die Deutsche Revisions- und Treuhand AG 1933–1945

Die Geschichte der Wirtschaftsprüfung im »Dritten Reich« ist weitgehend unbekannt, dabei bieten gerade Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Thema wirtschaftlicher Moral und ethischer Verantwortung im Nationalsozialismus sehr praktisch zu diskutieren. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden als betriebswirtschaftliche Experten und die von ihnen durchgeführten Bilanzprüfungen als effiziente Lösungen zur Bewältigung von Informationsproblemen angesehen. Funktionierte das auch im Nationalsozialismus?
Ute Pothmann untersucht am Beispiel des Auslandsgeschäfts der Deutschen Revisions- und Treuhand AG (Treuarbeit), der größten deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ob die berufsethischen Grundsätze des Wirtschaftsprüfers – Unabhängigkeit, Verschwiegenheit, Gewissenhaftigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Unparteilichkeit – als Maßstab der Tätigkeitsausübung galten oder ob die Treuarbeit als Mittäter der NS-Besatzungspolitik bewertet werden muss. Darüber hinaus leistet die Studie einen exemplarischen Beitrag zur Analyse der Arbeitsprobleme und Arbeitsmethoden eines speziellen Dienstleistungsunternehmens. Das Thema geht über das historische Fachinteresse hinaus, denn Wirtschaftsprüfung soll allgemein Informationsasymmetrien reduzieren, Transaktionskosten senken und Vertrauen generieren. Doch unter welchen Bedingungen ist dies möglich? Mit der Wirtschaftsprüfung soll den handelnden Akteuren eine Institution zur Verfügung stehen, die dazu beiträgt, Informationskosten zu verringern und die Qualität betriebswirtschaftlicher Daten zu sichern. Die Autorin prüft, wie tragfähig diese Erklärungsansätze der Neuen Institutionenökonomie zur Entst


Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte , Band 19
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Veröffentlicht: 19.07.2013
Seitenzahl: 312
Produkt: Broschur
ISBN: 978-3-8375-0985-4
  • 20985

Ute Pothmann

Ute Pothmann, Jahrgang 1962, verheiratet, lebt in Dortmund, Ausbildung zur Bankkauffrau, nach zwanzigjähriger Tätigkeit im öffentlich-rechtlichen Kreditwesen Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, dort Abschluss 2006 (Magistra) und Dissertation 2011 (Dr. phil.) mit einer unternehmenshistorischen Studie, arbeitet derzeit freiberuflich im Arbeitsfeld angewandte Geschichte.

Ute Pothmann
Die Geschichte der Wirtschaftsprüfung im »Dritten Reich« ist weitgehend unbekannt, dabei... mehr
Produktinformationen "Wirtschaftsprüfung im Nationalsozialismus"

Die Geschichte der Wirtschaftsprüfung im »Dritten Reich« ist weitgehend unbekannt, dabei bieten gerade Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eine ausgezeichnete Möglichkeit, das Thema wirtschaftlicher Moral und ethischer Verantwortung im Nationalsozialismus sehr praktisch zu diskutieren. Wirtschaftsprüfungsgesellschaften werden als betriebswirtschaftliche Experten und die von ihnen durchgeführten Bilanzprüfungen als effiziente Lösungen zur Bewältigung von Informationsproblemen angesehen. Funktionierte das auch im Nationalsozialismus?
Ute Pothmann untersucht am Beispiel des Auslandsgeschäfts der Deutschen Revisions- und Treuhand AG (Treuarbeit), der größten deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, ob die berufsethischen Grundsätze des Wirtschaftsprüfers – Unabhängigkeit, Verschwiegenheit, Gewissenhaftigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Unparteilichkeit – als Maßstab der Tätigkeitsausübung galten oder ob die Treuarbeit als Mittäter der NS-Besatzungspolitik bewertet werden muss. Darüber hinaus leistet die Studie einen exemplarischen Beitrag zur Analyse der Arbeitsprobleme und Arbeitsmethoden eines speziellen Dienstleistungsunternehmens. Das Thema geht über das historische Fachinteresse hinaus, denn Wirtschaftsprüfung soll allgemein Informationsasymmetrien reduzieren, Transaktionskosten senken und Vertrauen generieren. Doch unter welchen Bedingungen ist dies möglich? Mit der Wirtschaftsprüfung soll den handelnden Akteuren eine Institution zur Verfügung stehen, die dazu beiträgt, Informationskosten zu verringern und die Qualität betriebswirtschaftlicher Daten zu sichern. Die Autorin prüft, wie tragfähig diese Erklärungsansätze der Neuen Institutionenökonomie zur Entst


Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte , Band 19
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