Verschleppt und entwurzelt

Zwangsarbeit zwischen Soest, Werl, Wickede und Möhnetal

„Übermorgen wissen das alle und wissen es für ein paar Jahre. Aber lassen Sie nur erst das neue Jahrzehnt herankommen, da werden Sie´s erleben, wie die Mythen wieder wachsen.“ Das äußerte der zum Leiter eines Exekutionskommandos bestimmte evangelische Pfarrer aus der Soester Börde in der Erzählung „Unruhige Nacht“ von Albrecht Goes.
Zu den Mythen der NS-Zeit, die sich hartnäckig halten, gehört die Vorstellung, dass Zwangsarbeit eine geschützte Möglichkeit war, den Krieg zu überstehen. Doch die Betroffenen verloren mit dem Arbeitseinsatz im Deutschen Reich ihr persönliches Umfeld und ihre sozialen Bindungen, waren isolierte Fremde. Zwangsarbeit war viel mehr als nur der Aufenthalt in Deutschland, selbst wenn der im Einzelfall menschenwürdigen Umgang bot. Mechtild Brand schildert die schwierigen Bedingungen, unter denen Zwangsarbeiter hier lebten. Gespräche mit Zeitzeugen ermöglichen ihr eine authentische Darstellung des Geschehenen, Fotomaterial und historische Dokumente veranschaulichen die Situation der ehemaligen Zwangsarbeiter zwischen Soest, Werl, Wickede und Möhnetal.

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Veröffentlicht: 25.08.10
Seitenzahl: 330
Produkt: Broschur
Illustration: Abb.
ISBN: 978-3-8375-0377-7
  • 20377

Mechtild Brand

Die Autorin, 1941 in Hamm geboren, hat sich in zahlreichen Veröffentlichungen mit den Folgen der NS-Diktatur im Alltag und im Leben des durchschnittlichen Bürgers auseinandergesetzt. Dabei ging es ihr vor allem darum, regionale Abläufe zu beschreiben, um zu verdeutlichen, dass die Diktatur in jedes Leben an jedem Ort eingegriffen hat.

Mechtild Brand
„Übermorgen wissen das alle und wissen es für ein paar Jahre. Aber lassen Sie nur erst das... mehr
Produktinformationen "Verschleppt und entwurzelt"

„Übermorgen wissen das alle und wissen es für ein paar Jahre. Aber lassen Sie nur erst das neue Jahrzehnt herankommen, da werden Sie´s erleben, wie die Mythen wieder wachsen.“ Das äußerte der zum Leiter eines Exekutionskommandos bestimmte evangelische Pfarrer aus der Soester Börde in der Erzählung „Unruhige Nacht“ von Albrecht Goes.
Zu den Mythen der NS-Zeit, die sich hartnäckig halten, gehört die Vorstellung, dass Zwangsarbeit eine geschützte Möglichkeit war, den Krieg zu überstehen. Doch die Betroffenen verloren mit dem Arbeitseinsatz im Deutschen Reich ihr persönliches Umfeld und ihre sozialen Bindungen, waren isolierte Fremde. Zwangsarbeit war viel mehr als nur der Aufenthalt in Deutschland, selbst wenn der im Einzelfall menschenwürdigen Umgang bot. Mechtild Brand schildert die schwierigen Bedingungen, unter denen Zwangsarbeiter hier lebten. Gespräche mit Zeitzeugen ermöglichen ihr eine authentische Darstellung des Geschehenen, Fotomaterial und historische Dokumente veranschaulichen die Situation der ehemaligen Zwangsarbeiter zwischen Soest, Werl, Wickede und Möhnetal.

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