Krieg und Utopie

Kunst, Literatur und Politik im Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg

Im Rheinland entfaltete sich unmittelbar in der Zeit zwischen Kriegsende und den frühen Zwanziger Jahren ein herausragendes künstlerisches Leben. Für viele Künstler symbolisierte die Geschichts- und Kultur-Landschaft den erwarteten herbeigesehnten Beginn eines neuen Zeitalters. Die Fokussierung auf die reiche und lebhafte kulturelle rheinische Szene, zu der sich Künstler wie Otto Dix, Gert Wollheim oder Otto Freundlich gesellten, läßt sich so nicht nur als exemplarischer Blick auf die Kriegsthematik verstehen, sondern erinnert an die Impulse, die in künstlerischer Hinsicht in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg vom Rheinland ausgingen. Der vorliegende Band fragt, begleitend zur Ausstellung, wie Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller des Rheinlands die Erfahrung des Krieges verarbeitet, thematisch umgesetzt, und welche Neuansätze sie unter dem Eindruck des Krieges gesucht haben. Gezeigt werden vor allem die herausragenden bildkünstlerischen Arbeiten aus dem Umfeld der Düsseldorfer und Kölner Malerszene. Ausgewählte Beispiele aus Literatur, Photographie und weiterer künstlerischer Aktivitäten zeigen die Dominanz des Themas, aber auch die Vielfalt der künstlerischen Lösungen, die in dieser Zeit gesucht wurden.

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Veröffentlicht: 19.06.2006
Seitenzahl: 406
Produkt: Festeinband
ISBN: 978-3-89861-619-5
  • 01619

Gertrude Cepl-Kaufmann

Gertrude Cepl-Kaufmann, geboren 1942 in Grevenbroich, hat Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Volkskunde an der Universität Bonn studiert und war danach an der Universität Düsseldorf als Akademische Rätin/Oberrätin tätig. Dort wurde sie 1972 promoviert und 1997 habilitiert. Seit 2002 ist sie ebenda apl. Professorin. Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Literatur vom Naturalismus bis zur Gegenwart, Probleme der Literatursoziologie sowie Aspekte regionalhistorischer, interdisziplinärer u

Gertrude Cepl-Kaufmann
Im Rheinland entfaltete sich unmittelbar in der Zeit zwischen Kriegsende und den frühen... mehr
Produktinformationen "Krieg und Utopie"

Im Rheinland entfaltete sich unmittelbar in der Zeit zwischen Kriegsende und den frühen Zwanziger Jahren ein herausragendes künstlerisches Leben. Für viele Künstler symbolisierte die Geschichts- und Kultur-Landschaft den erwarteten herbeigesehnten Beginn eines neuen Zeitalters. Die Fokussierung auf die reiche und lebhafte kulturelle rheinische Szene, zu der sich Künstler wie Otto Dix, Gert Wollheim oder Otto Freundlich gesellten, läßt sich so nicht nur als exemplarischer Blick auf die Kriegsthematik verstehen, sondern erinnert an die Impulse, die in künstlerischer Hinsicht in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg vom Rheinland ausgingen. Der vorliegende Band fragt, begleitend zur Ausstellung, wie Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller des Rheinlands die Erfahrung des Krieges verarbeitet, thematisch umgesetzt, und welche Neuansätze sie unter dem Eindruck des Krieges gesucht haben. Gezeigt werden vor allem die herausragenden bildkünstlerischen Arbeiten aus dem Umfeld der Düsseldorfer und Kölner Malerszene. Ausgewählte Beispiele aus Literatur, Photographie und weiterer künstlerischer Aktivitäten zeigen die Dominanz des Themas, aber auch die Vielfalt der künstlerischen Lösungen, die in dieser Zeit gesucht wurden.

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