Zuwanderung in Marl

Band 2: Zuwanderung und Religion

Die Stadt Marl hat sich wie kaum eine andere erst durch Zuwanderung zu dem entwickelt, was sie heute ist. Die ersten Zuwanderer kamen um 1900, als Marl noch ein Dorf war und die Industrialisierungsphase einsetzte. Der Bergbau wanderte auf der Suche nach Kohle immer weiter nach Norden und teufte auf heutigem Stadtgebiet zwei Zechen ab. Mit der Gründung der Chemischen Werke Hüls 1938 zog ein weiterer industrieller Gigant Menschen als Arbeitskräfte an. In den Kriegsjahren wurden viele Fremde ins Ruhrgebiet verschleppt und zur Arbeit gezwungen, oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Danach kamen Vertriebene und Flüchtlinge. In der Zeit des Wirtschaftswunders wurden Menschen aus vielen Ländern gerufen, um hier zu arbeiten. Sie alle kamen wegen Arbeit und Brot – und sie waren viele, viel mehr als die Einheimischen. Sie brachten immer ein Stück verlorener Heimat mit. Das Gefühl von Fremdheit auf der einen und von Überfremdung auf der anderen Seite war sehr ausgeprägt. Trotzdem leben die Menschen inzwischen zusammen und miteinander.
Die Marler Geschichtswerkstatt arbeitet seit einigen Jahren am Thema Zuwanderung. Die beiden Bände „Zuwanderung in Politik und Siedlung“ und „Zuwanderung und Religion“ belegen die große soziale Leistung der Menschen von Marl. Sie haben in nur rund 115 Jahren mehrere Zehntausende von Zuwanderern friedlich integriert und mit ihnen aus einer von Dörfern und landwirtschaftlicher Nutzung geprägten Region eine überwiegend hochindustriell genutzte, städtische Heimat geformt.

14,95 € *

inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

Veröffentlicht: 15.01.2014
Seitenzahl: 200
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. farb. Abb.
ISBN: 978-3-8375-1146-8
  • 21146

Geschichtswerkstatt Marl

 Geschichtswerkstatt Marl
Die Stadt Marl hat sich wie kaum eine andere erst durch Zuwanderung zu dem entwickelt, was... mehr
Produktinformationen "Zuwanderung in Marl"

Die Stadt Marl hat sich wie kaum eine andere erst durch Zuwanderung zu dem entwickelt, was sie heute ist. Die ersten Zuwanderer kamen um 1900, als Marl noch ein Dorf war und die Industrialisierungsphase einsetzte. Der Bergbau wanderte auf der Suche nach Kohle immer weiter nach Norden und teufte auf heutigem Stadtgebiet zwei Zechen ab. Mit der Gründung der Chemischen Werke Hüls 1938 zog ein weiterer industrieller Gigant Menschen als Arbeitskräfte an. In den Kriegsjahren wurden viele Fremde ins Ruhrgebiet verschleppt und zur Arbeit gezwungen, oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen. Danach kamen Vertriebene und Flüchtlinge. In der Zeit des Wirtschaftswunders wurden Menschen aus vielen Ländern gerufen, um hier zu arbeiten. Sie alle kamen wegen Arbeit und Brot – und sie waren viele, viel mehr als die Einheimischen. Sie brachten immer ein Stück verlorener Heimat mit. Das Gefühl von Fremdheit auf der einen und von Überfremdung auf der anderen Seite war sehr ausgeprägt. Trotzdem leben die Menschen inzwischen zusammen und miteinander.
Die Marler Geschichtswerkstatt arbeitet seit einigen Jahren am Thema Zuwanderung. Die beiden Bände „Zuwanderung in Politik und Siedlung“ und „Zuwanderung und Religion“ belegen die große soziale Leistung der Menschen von Marl. Sie haben in nur rund 115 Jahren mehrere Zehntausende von Zuwanderern friedlich integriert und mit ihnen aus einer von Dörfern und landwirtschaftlicher Nutzung geprägten Region eine überwiegend hochindustriell genutzte, städtische Heimat geformt.

Weiterführende Links zu "Zuwanderung in Marl"
Zuletzt angesehen