Der letzte Krupp

Arndt von Bohlen und Halbach: Das Ende einer Dynastie

Arndt von Bohlen und Halbach war der letzte Erbe der Krupp-Dynastie. Er hat es nie angetreten. Verzichtete in einer Nacht- und Nebelaktion auf vier Milliarden, um den größten deutschen Stahlkonzern zu retten. Es wurde ihm nicht gedankt. Am 8. Mai 1986 starb Arndt von Bohlen und Halbach, der sich gern Baron nannte und auch „der letzte Krupp“. Er war schön, klug, reich – und sehr unglücklich. Wenn je ein Leben einsam war, dann dieses. Er war nicht willkommen, nicht in der Familie auf der Villa Hügel und nicht bei Krupp, jener Firma, die hundert Jahre deutscher Kriegs- und Industriegeschichte prägte. Er war der Spielball von Erbinteressen. Großmutter Bertha, „die Soldatin“ der Familie, sorgte für die Scheidung der Eltern: „Ein Erbe ist genug!“ Und Berthold Beitz, der Mächtige im Konzern, rang Arndt in einem nächtlichen Coup den Erbverzicht ab. Der letzte Krupp gehörte nirgendwohin. Er hatte keine Chance. Phobien, Realitätsverlust und Vereinsamung prägten sein Leben. Zwischen Arndts wilden Jahren als Playboy und seinem Tod liegen die spektakuläre Hochzeit mit Hetty von Auersperg, homosexuelle Beziehungen, Orgien in Marrakesch, Geisterinszenierungen im Jagdschloss Blühnbach, Schönheitsoperationen, Alkohol, Drogen und Verfall. Die Scheinwelt eines Exzentrikers, wie wir sie aus der Boulevardpresse kennen.

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Veröffentlicht: 08.11.2013
Seitenzahl: 248
Produkt: Festeinband
Illustration: Abb.
ISBN: 978-3-8375-0930-4
  • 20930

Hanns-Bruno Kammertöns

Hanns-Bruno Kammertöns studierte Jura, danach arbeitete er bei der WAZ in Essen, um 1986 zur ZEIT zu wechseln. Seit Ende 2001 ist er leitender Redakteur bei der ZEIT, seit 2009 verantwortlich für die Titelgeschichten.

Hanns-Bruno Kammertöns
Arndt von Bohlen und Halbach war der letzte Erbe der Krupp-Dynastie. Er hat es nie... mehr
Produktinformationen "Der letzte Krupp"

Arndt von Bohlen und Halbach war der letzte Erbe der Krupp-Dynastie. Er hat es nie angetreten. Verzichtete in einer Nacht- und Nebelaktion auf vier Milliarden, um den größten deutschen Stahlkonzern zu retten. Es wurde ihm nicht gedankt. Am 8. Mai 1986 starb Arndt von Bohlen und Halbach, der sich gern Baron nannte und auch „der letzte Krupp“. Er war schön, klug, reich – und sehr unglücklich. Wenn je ein Leben einsam war, dann dieses. Er war nicht willkommen, nicht in der Familie auf der Villa Hügel und nicht bei Krupp, jener Firma, die hundert Jahre deutscher Kriegs- und Industriegeschichte prägte. Er war der Spielball von Erbinteressen. Großmutter Bertha, „die Soldatin“ der Familie, sorgte für die Scheidung der Eltern: „Ein Erbe ist genug!“ Und Berthold Beitz, der Mächtige im Konzern, rang Arndt in einem nächtlichen Coup den Erbverzicht ab. Der letzte Krupp gehörte nirgendwohin. Er hatte keine Chance. Phobien, Realitätsverlust und Vereinsamung prägten sein Leben. Zwischen Arndts wilden Jahren als Playboy und seinem Tod liegen die spektakuläre Hochzeit mit Hetty von Auersperg, homosexuelle Beziehungen, Orgien in Marrakesch, Geisterinszenierungen im Jagdschloss Blühnbach, Schönheitsoperationen, Alkohol, Drogen und Verfall. Die Scheinwelt eines Exzentrikers, wie wir sie aus der Boulevardpresse kennen.

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