Christine Vogt

Zwischen Kappes und Zypressen

Gartenkunst an Emscher und Ruhr

Anlässlich der Ausstellung „Zwischen Kappes und Zypressen“ ist nun ein Grundlagenwerk zur Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ erschienen. Das Werkverzeichnis sämtlicher Exponate mit brillanten Farbabbildungen dokumentiert die Vielfalt gartenkünstlerischen Schaffens im Revier über den Ausstellungszeitraum hinaus. Mit den redaktionellen Beiträgen wurde teilweise gartenhistorische Pionierarbeit geleistet.
Die zahllosen Grafschaften, reichsunmittelbaren Herrschaften, Abteien und Klöster des Mittelalters und der frühen Neuzeit bestimmen bis heute die Struktur der Städtegemeinschaft im Ruhrgebiet. Eng vernetzt mit den großen geistigen und kulturellen Strömungen an den europäischen Höfen wurden hier vielfältige eigenständige künstlerische Entwicklungen angestoßen. Diese sind schon vor der Industrialisierung ein besonderes Kennzeichen der geschichtlichen Entwicklung des Ruhrgebiets.
Trotz der nachhaltigen landschaftsräumlichen Veränderungen durch Bergbau und Industrie blieben etliche Zeugnisse der Garten- und Baukunst aus der Zeit vor der Industrialisierung bestehen. Sie markieren vielfach die Anfänge der Siedlungstätigkeit und diese wiederum wäre, ohne die Lage an einem Fluss als Nahrungs- und Energiequelle, als Bestandteil der Befestigung gegen feindliche Übergriffe und als Transportweg für Handelsgüter nicht möglich gewesen. Während dieser Zusammenhang an den Hängen des Ruhrtals nach wie vor erlebbar ist, markieren erhalten gebliebene Schlösser und Herrensitze mit ihren Gärten im Emschertal den ehemaligen natürlichen Emscherlauf vor seiner Begradigung und Verlegung nach Norden im Zuge der Industrialisierung. Die Gründerzeit und das sprunghafte Wachstum der Städte im 19. Jahrhundert hat für ganz Deutschland beispielhafte Zeugnisse der Gartenkunst im landschaftlichen und architektonischen Stil der Reformzeit mit großen Volksparks und Industriellengärten hervorgebracht.
Die Ausstellung "Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr" greift mit den historischen Garten- und Parkanlagen einen wesentlichen Aspekt der historischen Kulturlandschaft unserer Region auf. Dort, wo sich Kappes als Sinnbild für Realität und Nutzen, Zypressen für Traum und Erlesenes treffen, spiegelt sich das wechselseitige Spannungsverhältnis gesellschaftlicher und kultureller Transformation.

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Veröffentlicht: 07.05.10
Seitenzahl: 232
Produkt: Festeinband
Illustration: durchgehend farb. Abb.
ISBN: 978-3-8375-0284-8
  • 20284

Martina Oldengott

Martina Oldengott
Anlässlich der Ausstellung „Zwischen Kappes und Zypressen“ ist nun ein Grundlagenwerk zur... mehr
Produktinformationen "Zwischen Kappes und Zypressen"

Anlässlich der Ausstellung „Zwischen Kappes und Zypressen“ ist nun ein Grundlagenwerk zur Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ erschienen. Das Werkverzeichnis sämtlicher Exponate mit brillanten Farbabbildungen dokumentiert die Vielfalt gartenkünstlerischen Schaffens im Revier über den Ausstellungszeitraum hinaus. Mit den redaktionellen Beiträgen wurde teilweise gartenhistorische Pionierarbeit geleistet.
Die zahllosen Grafschaften, reichsunmittelbaren Herrschaften, Abteien und Klöster des Mittelalters und der frühen Neuzeit bestimmen bis heute die Struktur der Städtegemeinschaft im Ruhrgebiet. Eng vernetzt mit den großen geistigen und kulturellen Strömungen an den europäischen Höfen wurden hier vielfältige eigenständige künstlerische Entwicklungen angestoßen. Diese sind schon vor der Industrialisierung ein besonderes Kennzeichen der geschichtlichen Entwicklung des Ruhrgebiets.
Trotz der nachhaltigen landschaftsräumlichen Veränderungen durch Bergbau und Industrie blieben etliche Zeugnisse der Garten- und Baukunst aus der Zeit vor der Industrialisierung bestehen. Sie markieren vielfach die Anfänge der Siedlungstätigkeit und diese wiederum wäre, ohne die Lage an einem Fluss als Nahrungs- und Energiequelle, als Bestandteil der Befestigung gegen feindliche Übergriffe und als Transportweg für Handelsgüter nicht möglich gewesen. Während dieser Zusammenhang an den Hängen des Ruhrtals nach wie vor erlebbar ist, markieren erhalten gebliebene Schlösser und Herrensitze mit ihren Gärten im Emschertal den ehemaligen natürlichen Emscherlauf vor seiner Begradigung und Verlegung nach Norden im Zuge der Industrialisierung. Die Gründerzeit und das sprunghafte Wachstum der Städte im 19. Jahrhundert hat für ganz Deutschland beispielhafte Zeugnisse der Gartenkunst im landschaftlichen und architektonischen Stil der Reformzeit mit großen Volksparks und Industriellengärten hervorgebracht.
Die Ausstellung "Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr" greift mit den historischen Garten- und Parkanlagen einen wesentlichen Aspekt der historischen Kulturlandschaft unserer Region auf. Dort, wo sich Kappes als Sinnbild für Realität und Nutzen, Zypressen für Traum und Erlesenes treffen, spiegelt sich das wechselseitige Spannungsverhältnis gesellschaftlicher und kultureller Transformation.

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