Zeche Consolidation 1848–1998

Die Chronik des Steigers Helmuth Striecker

Der von ehemaligen „Consolern“ gegründete und im Maschinenhaus/Bergbaumuseum, mit Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen aktive Verein „Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V.“ (IBC) hat das Doppeljubiläum dafür genutzt, um einen dokumentarischen, detail- und faktenreichen Schatz in Buchform ans Tageslicht zu fördern. „Zeche Consolidation 1848–1998 – Die Chronik des Steigers Helmut Striecker“ gibt einen Überblick über 150 Jahre Bergbaugeschichte aus der Sicht des Praktikers unter Tage. Der ehemalige Fahrsteiger Helmut Striecker (1949–2010) verbrachte die Jahre nach seiner Pensionierung mit der mühseligen, kleinteiligen Suche in Archiven, Nachlässen und Literatur und stellte daraus eine in ihrer Vollständigkeit noch nicht da gewesene Geschichte des Bergwerks zusammen.
Helmut Strieckers Chronik kommt wohlgemerkt keineswegs romanhaft daher: Sie wirkt – aus einer lebensnah-technischen Bergmannsperspektive des Fahrsteigers erzählt – auf ersten Blick eher „staubtrocken“-nüchtern, seriell aneinandergereiht. Unterstützt durch eine dokumentarische Bebilderung und entlang eines Zeitstrahls der Jahreszahlen lässt sich die vom Journalisten Holger Krüssmann vorgenommene Aufbereitung in Buchform jedoch verblüffend unterhaltsam lesen. Im passend kargen, an die Ruhrkohle-Ära der 1960er Jahre erinnernden Schwarz-Weiß-Design wird bei Lektüre der Chronik eine Art „Film im Kopf“ gestartet, der einen nachvollziehbaren Einblick in das zähe, anstrengende und dabei hoch-technische Bergbaugewerk mit all seinen Rückschlägen, Unbilden und Erfolgen vermittelt. Der Steiger Striecker gibt – nach Jahren geordnet – eine Gesamtschau des Bergwerkskomplexes wieder. Er behandelt außerdem jeden Schacht – einschließlich der Industriedenkmale Schacht „Oberschuir“ und „Unser Fritz“ – und die beiden Consol-Kokereien für sich.
Im Anhang beinhaltet die Chronik außerdem ein Glossar der Bergbausprache sowie ein aufschlussreiches Dokument: Der ausführliche interne Bericht der Consol-Betriebsleitung nach dem 1938 über mehrere Monate dauernden Zechenbrand auf Consolidation erwies sich 1939 für die Entwicklung des modernen Arbeitsschutzes ungemein wichtig und folgenreich. Der Report fasste erstmals im Detail Konsequenzen und Anforderungen an Arbeitsschutz und Kommunikation unter Tage zusammen, die anschließend im Ruhrbergbau weitgehend umgesetzt wurden und die damit weltweite Standards in Sachen Arbeitssicherheit setzten.

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Veröffentlicht: 15.11.2013
Seitenzahl: 180
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-8375-1102-4
  • 21102

Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V. (Hg.)

 Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V. (Hg.)
Der von ehemaligen „Consolern“ gegründete und im Maschinenhaus/Bergbaumuseum, mit... mehr
Produktinformationen "Zeche Consolidation 1848–1998"

Der von ehemaligen „Consolern“ gegründete und im Maschinenhaus/Bergbaumuseum, mit Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen aktive Verein „Initiativkreis Bergwerk Consolidation e.V.“ (IBC) hat das Doppeljubiläum dafür genutzt, um einen dokumentarischen, detail- und faktenreichen Schatz in Buchform ans Tageslicht zu fördern. „Zeche Consolidation 1848–1998 – Die Chronik des Steigers Helmut Striecker“ gibt einen Überblick über 150 Jahre Bergbaugeschichte aus der Sicht des Praktikers unter Tage. Der ehemalige Fahrsteiger Helmut Striecker (1949–2010) verbrachte die Jahre nach seiner Pensionierung mit der mühseligen, kleinteiligen Suche in Archiven, Nachlässen und Literatur und stellte daraus eine in ihrer Vollständigkeit noch nicht da gewesene Geschichte des Bergwerks zusammen.
Helmut Strieckers Chronik kommt wohlgemerkt keineswegs romanhaft daher: Sie wirkt – aus einer lebensnah-technischen Bergmannsperspektive des Fahrsteigers erzählt – auf ersten Blick eher „staubtrocken“-nüchtern, seriell aneinandergereiht. Unterstützt durch eine dokumentarische Bebilderung und entlang eines Zeitstrahls der Jahreszahlen lässt sich die vom Journalisten Holger Krüssmann vorgenommene Aufbereitung in Buchform jedoch verblüffend unterhaltsam lesen. Im passend kargen, an die Ruhrkohle-Ära der 1960er Jahre erinnernden Schwarz-Weiß-Design wird bei Lektüre der Chronik eine Art „Film im Kopf“ gestartet, der einen nachvollziehbaren Einblick in das zähe, anstrengende und dabei hoch-technische Bergbaugewerk mit all seinen Rückschlägen, Unbilden und Erfolgen vermittelt. Der Steiger Striecker gibt – nach Jahren geordnet – eine Gesamtschau des Bergwerkskomplexes wieder. Er behandelt außerdem jeden Schacht – einschließlich der Industriedenkmale Schacht „Oberschuir“ und „Unser Fritz“ – und die beiden Consol-Kokereien für sich.
Im Anhang beinhaltet die Chronik außerdem ein Glossar der Bergbausprache sowie ein aufschlussreiches Dokument: Der ausführliche interne Bericht der Consol-Betriebsleitung nach dem 1938 über mehrere Monate dauernden Zechenbrand auf Consolidation erwies sich 1939 für die Entwicklung des modernen Arbeitsschutzes ungemein wichtig und folgenreich. Der Report fasste erstmals im Detail Konsequenzen und Anforderungen an Arbeitsschutz und Kommunikation unter Tage zusammen, die anschließend im Ruhrbergbau weitgehend umgesetzt wurden und die damit weltweite Standards in Sachen Arbeitssicherheit setzten.

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