Architekturführer Zeche Zollern 2/4

Die Zeche Zollern 2/4, heute Sitz der Zentrale des Westfälischen Industriemuseums und ein Industriedenkmal besonderen Ranges, nahm 1903 den Betrieb auf. Hier wurde eine der ersten elektrischen Fördermaschinen eingesetzt und erstmalig der konsequente Einsatz der elektrischen Energie innerhalb des Zechenbetriebs erprobt. Die bauliche Gestaltung der gesamten Anlage ist geprägt von diesen Neuerungen. Die Spuren der Arbeit, die auf dieser Zeche geleistet wurde, treten erst im Hintergrund in Erscheinung. Katrin Holthaus stellt die Architektur der Zeche vor allem unter drei Gesichtspunkten vor: - Trotz der aufwendigen Architektur lassen Anordnung und Gestaltung der Zechenbauten nachvollziehen, wie technische und funktionale Bedingungen der Förderung und Verarbeitung der Kohle eine Basis der architektonischen Gestaltung bilden. - Während der vordere Bereich um den Zechenhof historistische Fassaden zeigt, befindet sich im Produktionsbereich hinter der Verwaltung die Maschinenhalle mit Elementen des Jugendstils. Auf dem Zechengelände zeigt sich der zeitgenössische Wandel vom Historismus zum konstruktiven Bauen. - Die Architektur hat aus marktpolitischen Interessen repräsentative Aufgaben. Technisch-Funktionales wurde mit Hilfe der architektonischen Gestaltung nicht nur verhüllt, sondern zugleich symbolisch überhöht. Die Gliederung des Architekturführers folgt einem vor Ort nachvollziehbaren Rundgang, der am ehemaligen Haupteingang der Zeche beginnt.

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Veröffentlicht: 15.07.2004
Seitenzahl: 80
Produkt: Broschur
Illustration: zahlr. Abb.
ISBN: 978-3-89861-322-4
  • 01322

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Die Zeche Zollern 2/4, heute Sitz der Zentrale des Westfälischen Industriemuseums und ein Industriedenkmal besonderen Ranges, nahm 1903 den Betrieb auf. Hier wurde eine der ersten elektrischen Fördermaschinen eingesetzt und erstmalig der konsequente Einsatz der elektrischen Energie innerhalb des Zechenbetriebs erprobt. Die bauliche Gestaltung der gesamten Anlage ist geprägt von diesen Neuerungen. Die Spuren der Arbeit, die auf dieser Zeche geleistet wurde, treten erst im Hintergrund in Erscheinung. Katrin Holthaus stellt die Architektur der Zeche vor allem unter drei Gesichtspunkten vor: - Trotz der aufwendigen Architektur lassen Anordnung und Gestaltung der Zechenbauten nachvollziehen, wie technische und funktionale Bedingungen der Förderung und Verarbeitung der Kohle eine Basis der architektonischen Gestaltung bilden. - Während der vordere Bereich um den Zechenhof historistische Fassaden zeigt, befindet sich im Produktionsbereich hinter der Verwaltung die Maschinenhalle mit Elementen des Jugendstils. Auf dem Zechengelände zeigt sich der zeitgenössische Wandel vom Historismus zum konstruktiven Bauen. - Die Architektur hat aus marktpolitischen Interessen repräsentative Aufgaben. Technisch-Funktionales wurde mit Hilfe der architektonischen Gestaltung nicht nur verhüllt, sondern zugleich symbolisch überhöht. Die Gliederung des Architekturführers folgt einem vor Ort nachvollziehbaren Rundgang, der am ehemaligen Haupteingang der Zeche beginnt.

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